Entfällt betriebliche Altersvorsorge für Beschäftigte in der Landwirtschaft?

Entfällt betriebliche Altersvorsorge für Beschäftigte in der Landwirtschaft?

Für viele Beschäftigte in der Landwirtschaft steht im Landkreis Görlitz die betriebliche Zusatzrente auf dem Spiel. Davor warnt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Im Kreis Görlitz 1.870 Beschäftigte


Den Grund gibt die IG BAU an: Die Arbeitgeber haben den Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge zum Jahresende gekündigt. "Wer Kühe melkt oder Äcker pflügt, hat meist nur ein geringes Einkommen. Um im Alter nicht in die Armut zu rutschen, sind die Beschäftigten dringend auf die Zusatzrente angewiesen", meint Peter Schubert, Bezirksvorsitzender der IG BAU Ostsachsen. Er ruft die Arbeitgeber dazu auf, die Kündigung zurückzunehmen, denn die betriebliche Extra-Rente sei eine "enorm wichtige Säule" in der Altersvorsorge. "Ein Sparen an der Zusatzrente ist ein Sparen am falschen Ende. Denn ohne solche Anreize wird die Suche nach Personal für landwirtschaftliche Betriebe noch schwieriger als bisher", betont Schubert.

Zwar hätten Gewerkschaftsmitglieder nach aktuellem Stand auch über 2020 hinaus Ansprüche auf den Renten-Tarifvertrag, die IG BAU fordert jedoch eine verpflichtende Lösung für alle Beschäftigten in der Landwirtschaft.

Die Betriebsrenten werden vom Zusatzversorgungswerk für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft (ZLF) organisiert. Für einen Beschäftigten macht die Extra-Rente nach 40 Beitragsjahren aktuell 52 Euro im Monat aus.

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Weitergehende Infos erhalten in der Landwirtschaft Beschäftigte bei der stellvertretenden IG BAU-Regionalleiterin Ulrike Steinert-Dietrich unter der Handy-Nummer 0151 - 65 20 78 44.

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  • Quelle: red | Foto: IG BAU
  • Geändert am: 07.05.2020 - 15:27 Uhr
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